Lamento d'Arianna

von Claudio Monteverdi


Schon zu Monteverdis Lebzeiten wurde das Lamento d'Arianna euphorisch gefeiert, das rasch auch zu seiner berühmtesten Komposition wurde. Entstanden ist das Lamento als zentrales Stück zu seiner zweiten Oper L'Arianna, die 1608 in Mantua uraufgeführt wurde. In Windeseile hatte sich die Musik über ganz Italien verbreitet, nicht zuletzt aus dem Grund, weil die Geschichte der Arianna die Zuhörer emotional so packte, dass sie in Tränen ausbrachen.

Der Musiktheoretiker Giovanni Battista Doni bezeichnete noch in den 1630er Jahren das Lamento d'Arianna als die vielleicht schönste Komposition, die das neue Genre der Oper hervorgebracht habe und Severo Bonini, ebenfalls Musiktheoretiker, behauptete später, dass es in ganz Italien kein häusliches Cembalo gebe, auf dem nicht eine Abschrift von Monteverdis Lamento d'Arianna liege.

Fast hätte Monteverdis berühmte Komposition, die die Zeitgenossen so sehr ergriffen hat, das Schicksal erlitten, verlustig zu gehen, obwohl ein paar Abschriften der Komposition erhalten sind, die nach 1608 kursierten. Bartolomeo Magnis Druck von 1623, der der hier vorliegenden Faksimile-Edition zugrunde liegt und erstmals in dieser Form veröffentlicht wird, ist allerdings nur noch in einem einzigen Exemplar erhalten. Es wird in der Universitätsbibliothek Gent aufbewahrt.


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Faksimile nach dem Erstdruck der Universitätsbibliothek Gent

Mit einem Kommentar (deutsch/englisch) von Silke Leopold

XIIII/32 Seiten. Geb. 78,
(Meisterwerke der Musik im Faksimile 49)
ISBN 978–3–946798–09–5

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