Konzert für Klavier und Orchester (KV 271)
»Jenamy-Konzert«

von Wolfgang Amadé Mozart


Im kurzen Zeitraum von Juni bis Dezember 1775 hat Mozart in vier unmittelbar hintereinander komponierten Violinkonzerten die zeitgenössischen Konventionen der dreisätzigen Konzertform erkundet und sich für seine eigenen Kompositionen zu eigen gemacht. Mit diesen Werken erreichte Mozarts Schaffen für die solistische Geige den Höhe- und gleichzeitig Endpunkt, denn schon bald galt sein kompositorisches Hauptinteresse einem anderen Instrument, dem Klavier.

Mit dem hier faksimilierten Konzert, auch »Jenamy-Konzert« genannt, legte Mozart den Grundstein des modernen ausdrucksstarken Klavierkonzerts, das bereits weit in das 19. Jahrhundert voraus weist. Die absolute Ausnahmestellung dieses Konzerts veranlasste den großen Pianisten und leidenschaftlichen Verehrer des »Jenamy-Konzerts« Alfred Brendel, von einem Weltwunder zu sprechen. Mit diesem Werk hat Mozart eine Wendemarke positioniert, die die Geschichte der Gattung halbiert, eine Geschichte der Gattung vor und eine Geschichte nach diesem Konzert, gerade so wie mit Beethovens 3. Symphonie, der »Eroica«, für die Geschichte der Symphonie eine neue Ära beginnt, so auch mit dem »Jenamy-Konzert« für die Geschichte des Klavierkonzerts.


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Faksimile nach dem Autograph der Biblioteka Jagiellońska, Krakau

Mit einem Kommentar (deutsch/englisch) von Ulrich Konrad

XX/140 Seiten. Geb. Ca. 218,
(Meisterwerke der Musik im Faksimile 38)
ISBN 978–3–946798–03–3

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